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14.11.2018

Wichtiger erster Schritt zur Besserung der Lage

Gemeinsame Presseerklärung der Gesellschafter des Westmecklenburg Klinikums Helene von Bülow – Landkreis Ludwigslust-Parchim und Stift Bethlehem

Nach Sitzung des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung steht heute Abend (14.11.2018) fest, dass sowohl der Landkreis Ludwigslust-Parchim als auch das Stift Bethlehem als Träger des Klinikums eine Liquiditätshilfe von je 400.000 Euro leisten. Das ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Erhalt des Klinikums mit seinen Standorten in Ludwigslust und Hagenow. Ein wichtiger erster Schritt zur Besserung der Lage.

Mit dieser liquiditätsstützenden Maßnahme verbunden ist die Ausschreibung eines weiteren Geschäftsführers für das Unternehmen. Dies wird jetzt vorbereitet. Einigkeit besteht  in den Gremien auch darin, dass die Geschäftsführung des Klinikums umgehend ein Konzept zur weiteren Stabilisierung der Lage vorlegen soll.

Hintergrund: Mit einem Jahresfehlbetrag von drei Jahren in Folge ist die Liquiditätssituation des Westmecklenburg Klinikums Helene von Bülow schon seit längerem angespannt und war mehrfach Gegenstand der Beratungen des Finanzausschusses. Schon mit  Beginn des Jahres 2018 war absehbar, dass sich tarifvertraglich bedingte Sonderzahlungen an die Beschäftigten im November nur unter Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie des Klinikums absichern lassen. Diese Einschätzung stand unter der Voraussetzung, dass der Wirtschaftsplan des Krankenhauses mit einem geplanten Jahresverlust von 264.000 Euro eingehalten werden kann.  Zum Ende des III. Quartals und hier insbesondere im September zeigte sich jedoch, dass die tatsächlich erzielten Leistungen unter den Planvorgaben liegen. Diese führen im September zu Umsatzeinbußen von 700.000 Euro. Insofern war zum 30. September ein Fehlbetrag von 802.000 Euro zu verzeichnen.