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13.09.2018

In starkem Team gemeinsam helfen

Azubi-Frühstück zum Ausbildungsstart der Notfallsanitäter in Ludwigslust-Parchim / Leistungserbringer kooperieren in neuer „Arbeitsgemeinschaft Auswahlverfahren“

Neue Azubis beim DRK
Gemeinsam helfen über Organisationsgrenzen hinweg. Das ist das Motto für alle, die im Rettungsdienst im Landkreis LUP aktiv sind © Barbara Arndt

Felix Bliefert, Paul Marschner, Jonas Arndt und Kitty Crölle haben es geschafft: Sie sind eine Abordnung der Neuen im Team der Notfallsanitäter im Rettungsdienst des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Nach dreijähriger Ausbildung sehen sie sich bestens gerüstet, um jederzeit mit großer Kompetenz helfen zu können. „Ich bin froh, die Ausbildung jetzt hinter mir zu haben“, sagt Paul Marschner. Kitty Crölle pflichtet ihm bei. „Das war ziemlich anstrengend.“ Jonas Arndt blickt mit Respekt auf das große Maß an Verantwortung, das ihm und seinen Junior-Kollegen nun übertragen wird. „Man muss aus medizinischer Sicht alles beurteilen können, um zielgerichtet zu helfen.“ Alle vier freuen sich auf die fordernde, gleichzeitig aber auch Sinn stiftende berufliche Tätigkeit sowie auf die Zusammenarbeit mit den bekannten Kollegen, auf die absolut Verlass ist. Insgesamt zwölf junge Menschen haben unlängst ein in Mecklenburg-Vorpommern einmaliges Auswahlverfahren durchlaufen und sich in einem Feld von 216 Bewerbern
durchgesetzt. Mit einem Azubi-Frühstück starteten sie in der vergangenen Woche in ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Dazu gab es eine herzliche Begrüßung von Christoph Richter, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Parchim Ludwigslust gGmbH. „In keinem anderen Rettungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern wird so genau geschaut, so penibel ausgewählt wie hier bei uns in Westmecklenburg. Um in der Ausbildung und nachher im Berufsalltag bestehen zu können, benötigt es einfach ein paar Voraussetzungen, die unsere neuen Azubis nun nachweislich mitbringen.“ Das sei eine gute Basis für die außerordentlich spannende Tätigkeit, die sogar viel Spaß, vor allem aber ein großes Maß an Zufriedenheit mit sich bringt. „Unsere Stärke besteht darin, gemeinsam zu helfen“, unterstrich Christoph Richter das Motto des Rettungsdienstes. Auf diese Teamarbeit freut sich Fenja Walterscheid. Die 20-Jährige aus Schwerin ist sich der Herausforderungen mit Blick auf Ausbildung und Beruf bewusst. „Natürlich bin ich ein bisschen aufgeregt. Aber ich weiß, dass ich an den Aufgaben wachsen und mich weiterentwickeln werde. Ich habe diesen Schritt bewusst getan: Ich möchte Menschen helfen. Und das in einem netten Team.“ Lene Dobry aus Plate hat bereits eine Ausbildung absolviert. Für sie gab die Vielseitigkeit beim Helfen den Ausschlag, sich den Notfallsanitätern anschließen zu wollen. Eric Kühl hat seine Bewerbungen bundesweit verschickt. Der 18-jährige Schweriner konnte bereits vor zwei Jahren einen Blick in eine Rettungswache des Parchimer DRK werfen. Seither stand für ihn fest, wohin der Weg führen soll. „Das DRK fasziniert mich, weil in vielen Bereichen geholfen wird. Ob Pflege, Blutspende oder humanitäre Aktionen – dieses Engagement finde ich schön. Auch sonst passt alles bei diesem super Arbeitgeber“, sagt Eric beim Ausbildungsstart. Seit zehn Jahren bilden die regionalen Leistungserbringer den Nachwuchs im Rettungsdienst gemeinsam in einer dreijährigen Berufsausbildung aus. „Relativ neu ist dabei, dass wir diesen Nachwuchs nun auch gemeinsam für die Ausbildung auswählen. Wir unterstützen uns gegenseitig, lernen voneinander und werden so leistungsfähiger. Um uns für die Zukunft noch besser aufzustellen, haben wir eine Arbeitsgemeinschaft der im Landkreis tätigen Leistungserbringer ins
Leben rufen: die „AG Auswahlverfahren für die Ausbildung von Berufen im Rettungsdienst im Landkreis Ludwigslust-Parchim“, so Christoph Richter. Mit Geschäftsführer Michael Schilling vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Betriebsleiter Günter Kremer vom Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Ludwigslust Parchim -welcher auch Geschäftsführer der kommunalen Ludwigslust-Parchimer Rettungsdienst gGmbH ist- wurde der Kooperationsvertrag im Beisein der neuen Auszubildenden, der Ausbilder und Absolventen unterzeichnet.