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21.06.2018

Großes Herz für kleine Tiere

12 Schulen, Kindertageseinrichtungen und Vereine engagieren sich besonders für Bienen und Co. – und wurden jetzt dafür mit dem Walter-Dahnke-Umweltpreis des Landkreises Ludwigslust-Parchim geehrt

00_Preisträger Walter-Dahnke-Umweltpreis
© Landkreis Ludwigslust-Parchim

Mit dem Walter-Dahnke-Umweltpreis 2018 des Landkreises Ludwigslust-Parchim sind in diesem Jahr 12 Schulen, Kindertageseinrichtungen und Vereine ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte am Donnerstag (21.06.2018) im Rahmen der Sitzung des Kreistages.

Das diesjährige Thema des Umweltpreises lautete: „Insekten ein wichtiger Teil unserer Natur“. Wissenschaftliche Studien weisen auf einen dramatischen Rückgang in den Individuenzahlen der Insekten hin. Betroffen hiervon sind alle Arten. Ihre Rolle im Naturhaushalt ist vielgestaltig. So sind sie die Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten. Ihre Aufgabe als Bestäuber zahlreicher Pflanzen ist bekannt und wenn es, wie bei der Biene mit dem Einsammeln von süßem Honig verbunden ist, dann wird das Insekt als nützlich und schützenswert empfunden. Die Biene hat es durch ihre Bekanntheit und Beliebtheit zu der „Flagship spieces“ unter den Insekten gebracht. Dies zeigen auch die  Beiträge der Bewerbungen zum diesjährigen Umweltpreis. Neben der Honigbiene gibt es etwa  20.000 Wildbienenarten. Aber auch Wespen, Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und Fliegen leisten bei der Bestäubung ihren Beitrag. In Deutschland leben derzeit ca. 33.000 Insektenarten, aber nur etwa 100 verschiedene Säugetierarten.

„Den  Preisträgern möchte ich herzlich zu ihrem Preis gratulieren und sie ermutigen, ihre Aktivitäten weiterzuführen“, sagte Kreistagspräsident Olaf Steinberg bei der Preisübergabe. „Und ich möchte die Gelegenheit nutzen, den Kindertagesstätten und Schulen und engagierten Erwachsene für die Unterstützung der Kinder zu danken. Ich möchte Sie alle  ermuntern, sich mit Beiträgen an den kommenden Walter-Dahnke-Umweltpreisen zu beteiligen.“ Diesen Dankesworten, ebenso an die Jury, schloss sich Landrat Rolf Christiansen gern an und überreichte gemeinsam mit dem Kreistagspräsidenten den Preisträgern ihre Auszeichnungen.

Insgesamt ist der jährlich ausgelobte Walter-Dahnke-Umweltpreis mit 2500 Euro dotiert. Er wird stets in den Kategorien „Kinder und Jugendliche sowie deren Organisationen“ und „Erwachsene sowie deren Organisationen und Unternehmen“ vergeben. Mit diesem Preis möchte der Landkreis dazu  beigetragen, natürliche Lebensgrundlagen zu erhalten sowie Aktivitäten dazu entsprechend zu würdigen. Persönliches Engagement jedes Einzelnen – ob allein oder in der Gruppe – ist dabei unverzichtbar.

In der Kategorie I „Kinder und Jugendliche sowie deren Organisationen“ erhalten den „Walter-Dahnke- Umweltpreis“ mit einem Preisgeld von je 350 Euro die DRK-Kindertagesstätte „Teldauer Spatzen“ aus Vorderhagen, die Förderschule „Johann Heinrich Pestalozzi“ – Schule mit Schwerpunkt Lernen aus Ludwigslust, die Grundschule „Theodor Körner“  Wöbbelin und die die Grundschule „Lewitzrand“  Matzlow.

Ein Preisgeld von 50 Euro erhalten die „Greenkids“ der Regionalen Schule mit Grundschule Cambs, der Hort der Evangelischen Grundschule „Paulo Freire“ Parchim, die Regionale Schule mit Grundschule „Schule am Ruhner Berg“ Marnitz, die Viktor-Bausch-Grundschule Neu Kaliß und die Kita „Lütte Swölken“ Rastow.

In der Kategorie II „Erwachsene sowie deren Organisationen und Unternehmen“ werden die Initiative Ziegendorfs aktive Bürger und neues Landleben e.V. und der Verein Dialog + Action Sternberg e.V. mit einem Preisgeld von je 400 Euro ausgezeichnet.

Das Thema für den Umweltpreis 2019 wird im September 2018 bekannt gegeben.

Zur Namensgebung des Umweltpreises: Walter Dahnke – Vorreiter des Naturschutzes in Mecklenburg - war von 1935 bis 1954 der erste Kreisnaturschutzbeauftrage des ehemaligen Landkreises Parchim. Aufgrund seiner Initiativen wurden viele wertvolle Biotope und Altbäume unter Naturschutz gestellt. Über 70 wissenschaftliche und heimatkundliche Publikationen gehören zu seinem Lebenswerk. Das Wirken von Walter Dahnke, insbesondere in der Lewitz, durch ihre geografische Lage ein verbindendes Element der beiden Altkreise, war maßgebend für die Namensgebung des Preises sowie für Gemeinsamkeiten des 2011 erfolgten Zusammenschlusses im Rahmen der Kreisgebietsreform.