Zurück zur Listenansicht

18.01.2018

Fördergeld für Parchimer Kulturmühle kommt

Landrat Rolf Christiansen: Zusage des Landes wichtiger Meilenstein für den Theaterstandort

In die Entwicklung des künftigen Theaterstandortes in der ehemaligen Eldemühle in Parchim kommt Bewegung: Die Sanierung und der Umbau des historischen Gebäudes in der Parchimer Altstadt zur „Kulturmühle“ können aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert werden.

Eine entsprechende schriftliche Zusage hat der Landkreis Ludwigslust-Parchim jetzt von Landesseite erhalten. Neben rund fünf Millionen Euro für das Theater sind auch zwei Millionen Euro Förderung für das Parchimer Stadtmuseum sicher, sagt Landrat Rolf Christiansen, „ein wichtiger weiterer Meilenstein auf dem Weg zum künftigen Theaterstandort und für das Projekt Kulturmühle insgesamt“.

Zurzeit laufen in dem seit 2008 leer stehenden Mühlengebäude direkt an der Elde Untersuchungen des Baugrundes und der Statik zur Vorbereitung des eigentlichen Vorhabens. Parallel dazu arbeiten Fachleute in der Verwaltung an der Vorbereitung der Antrags- und Ausschreibungsunterlagen. „Wir müssen das Vorhaben europaweit ausschreiben“, sagt Landrat Christiansen, „das wird sicherlich noch einmal Zeit kosten, ist aber erforderlich.“ Mit dem Baubeginn rechnet der Verwaltungschef im Jahr 2019. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 21 Millionen Euro belaufen.

Hintergrund: Fast auf den Tag genau vor vier Jahren, am 15. Januar 2014,  musste das damalige Mecklenburgische Landestheater Parchim den Spielbetrieb in der Parchimer Blutstraße wegen massiver baulicher Probleme einstellen. Fortan suchten der Landkreis, die Stadt und der gemeinsam getragene Theaterzweckverband nach geeigneten und finanzierbaren Zukunftslösungen zum Erhalt des Spiel- und Produktionsstandortes Parchim. Der Kreistag entschied sich letztlich für den Kauf und die Entwicklung der ehemaligen Eldemühle zur Kulturmühle als künftige feste Heimstatt des Theaters.

Im  August 2016 fusionierte das Mecklenburgische Landestheater Parchim mit dem Schweriner Staatstheater zur Mecklenburgisches Staatstheater gGmbH. 74,9 Prozent trägt das Land, je 10 Prozent die Landeshauptstadt Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim, die Stadt Parchim hält 5,1 Prozent. Das bisherige Parchimer Theater heißt jetzt Junges Staatstheater Parchim und ist auch als „Tourneetheater“ mit zahlreichen Spielorten in Westmecklenburg und darüber hinaus sehr erfolgreich.