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23.06.2016

Rufbussystem für ländlichen Raum

Ministerium fördert Modellprojekt im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 153.388 Euro hat Infrastrukturminister Christian Pegel am Mittwoch (22.06.2016) an den Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim Rolf Christiansen und an den Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH Stefan Lösel überreicht. Die Mittel dienen zur Einführung eines Modellprojektes zur Erschließung des ländlichen Raums von Parchim bis Karow/Plau mit einem Rufbussystem. Die Zuwendung wird auf Grundlage der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für alternative Bedienungsformen im öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV) im Land Mecklenburg-Vorpommern (AltBedFRL) gewährt.

Neben dem Grundangebot an getaktetem Linienverkehren, beispielsweise den Linien 77 und 735 sowie im konventionellen Schülerlinienverkehr soll mit dem Rufbussystem die Anbindung der Wohnorte in der Fläche an die Linienverkehre ermöglicht werden.

Die Bedienung soll montags bis sonntags hauptsächlich zwischen 6.00 Uhr und 18.00 Uhr stattfinden. Geplant sind alle zwei Stunden An- und Abfahrten, mit denen der Umstieg in den Linienverkehr gewährleistet werden soll. Die Bedienung erfolgt zwar auf der Grundlage eines konkreten Fahrplanangebotes, jedoch werden Fahrweg und Fahrzeit tagaktuell je nach Anforderung der Kunden disponiert. Die Fahrgastabholung erfolgt an den ÖPNV-Haltestellen. Der Ausstieg kann direkt am Ziel erfolgen, sofern die Verkehrsbedingungen dies zulassen. Die Fahrtwünsche sollen persönlich, telefonisch, per E-Mail, per internetbasiertem Mobilitätsportal oder schriftlich in der Mobilitätszentrale abgegeben werden können. Nach Möglichkeit soll eine Bündelung der Fahrtwünsche in einem Fahrzeug erfolgen.

Infrastrukturminister Christian Pegel: „Das Rufbussystem im Bereich der Südbahn führt erstmals im Landkreis zu einem regelmäßigen, flächenerschließenden Öffentlichen Personennahverkehr. Damit ist es möglich, innerhalb eines 2-Stunden-Taktes aus der Rufbuszone in den Linienbus und weiter nach Parchim, Plau oder Malchow zu fahren. Von hier bestehen weitere Reisemöglichkeiten in Richtung Schwerin, Ludwigslust und Waren/Müritz. Dies kann bei erfolgreicher Umsetzung als Modell für den gesamten Landkreis dienen.“