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07.06.2017

Feuerwehrtechnische Zentrale: Kreis-Politik soll bezahlbare Varianten aufzeigen

Landrat Rolf Christiansen begrüßt aktuellen Beschluss des Verbandsausschusses des Kreisfeuerwehrverbandes: Rückkehr von der emotionalen zur sachlichen Debatte

Landrat Rolf Christiansen begrüßt die aktuelle Positionierung des Verbandsausschusses des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim zur Zukunft der Feuerwehrtechnischen Zentrale(n). Das Gremium hat gestern beschlossen, die Politik möge eine oder mehrere bezahlbare Varianten aufzeigen. Auf dieser Grundlage werde dann der Verband sein Votum abgeben. Eine Verbandsversammlung soll demnach nicht durchgeführt werden. 

„Mit diesem Beschluss des Verbandsausschusses wird das Thema Feuerwehrtechnische Zentrale von der emotionalen Ebene wieder auf die Sachebene gestellt“, sagt Landrat Christiansen. „Die Politik – und hier insbesondere die CDU-Kreistagsfraktion und die Fraktion Umwelt, Piraten, freie Wähler – ist jetzt gefordert, in die Sachdiskussion einzutreten. Es ist nicht Aufgabe der Politik, in die Verbandsarbeit des Feuerwehrverbandes hineinregieren zu wollen. Ich werde die Variantenvorlage wieder auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kreisausschusses setzen, dann können Fraktionen und Fachausschuss erneut Varianten diskutieren und Lösungsvorschläge erarbeiten.“

Landrat Christiansen erinnert an den bisherigen Verfahrensablauf: Die Kreisverwaltung hatte zehn Varianten zum Thema Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) aufgezeigt und in die Diskussion gegeben. In einer gemeinsamen Beratung des Landrates mit der Kreiswehrführung und den Vorsitzenden der im Kreistag vertretenen Fraktionen wurde nach ausführlicher Diskussion die Variante 2.1. von allen Beteiligten als Vorzugsvariante herausgearbeitet.

Die Variante 2.1. beinhaltet den Vorschlag, beide FTZ-Standorte Dargelütz und Hagenow als Ausbildungsstandorte zu erhalten und den Ausbildungsstandort Dargelütz zu modernisieren. Die technische Servicestation soll in dieser Variante in Hagenow konzentriert werden. Diese Variante fand auch bei einer Abstimmung des Verbandsauschusses des Kreisfeuerwehrverbandes über drei Varianten die Mehrheit. Auch der zuständige Fachausschuss des Kreistages votierte nach ausführlicher sachlicher Diskussion mehrheitlich für die Variante 2.1. Aufgrund dieser Voten wurde diese Variante dann in die Beschlussvorlage für den Kreistag am 1. Juni aufgenommen. Zu einer Abstimmung kam es in der Kreistagssitzung jedoch nicht, da Landrat Christiansen die Beschlussvorlage wieder zurückzog.