Kommunale Kriminalprävention im Landkreis Ludwigslust-Parchim

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Kriminalprävention hat die Aufgabe, die unterschiedlichsten Erscheinungsformen von Kriminalität bereits in ihrer Entstehung zu erkennen und daraus vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln und durchzuführen.
Da die Ursachen vielfältig sind, ist Kriminalprävention nicht nur eine Aufgabe der Polizei und Justiz, sondern vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Anliegen.
Die Grundlage für kommunale Kriminalprävention ist die Erkenntnis, dass bei der Bekämpfung der Kriminalität ein gemeinsames, vernetztes Vorgehen aller Verantwortlichen weit mehr Erfolg verspricht als Einzelmaßnahmen. Daher sollen alle gesellschaftlichen Kräfte in die gemeinsame Sicherheitsarbeit einbezogen werden. Dies geschieht im Landkreis Ludwigslust-Parchim durch die Arbeit des Kriminalitätspräventionsrates, deren Vorsitz unser Landrat, Herr Rolf Christiansen, übernommen hat.

 "Besser ist es, den Verbrechen vorzubeugen, als sie zu bestrafen." (Cesare Beccaria 1764)

Fördermöglichkeiten für Kleinstprojekte 2017

Unterstützt wird praktische Präventionsarbeit vor Ort.

Beispiele für Präventionsprojekte:          

  • Medien- und Kommunikationsaufklärung
  • Umgang mit Rauschmitteln
  • Integration als Prävention
  • Jugendkriminalität
  • Verkehrssicherheit
  • Gewalt gegen Frauen/sexualisierte Gewalt
  • Sport statt Gewalt
  • Diskussionsrunden, Vorträge und Webinare zu Präventionsthemen

 Finanzielle Förderung (gem. Pkt. 5.3 der Förderrichtlinie )

Zweckbindung

  • Aufwandsentschädigung (5,00 €/Stunde)
  • Honorarkosten
  • Verbrauchsmaterial
  • Geschäftsbedarf
  • Eintrittsgelder
  • Miet- und Bewirtungskosten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • pädagogisches Material
  • Fahrkosten

Diese Aktivitäten der Präventionsarbeit können alle Altersgruppen einbeziehen. Ein Rechtsanspruch auf finanzielle Mittel besteht nicht.

Formular zur Antragstellung

Projektantrag-KPR LK LWL-PCH

Sollten Sie Fragen zur Antragstellung haben, melden Sie sich telefonisch oder schreiben Sie eine Mail.

Präventionstage - aktuelle Förderung für 2017

Der Kommunale Präventionsrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim fördert auch 2017 Projekttage im Gebiet des Landkreises.

Motto 2017 „Face 2 Face“ – von Angesicht zu Angesicht

Beispiele für Präventionsthemen:        

  • Medien- und Kommunikationsaufklärung
  • Umgang mit Rauschmitteln
  • Integration als Prävention
  • Jugendkriminalität
  • Verkehrssicherheit
  • Gewalt gegen Frauen/sexualisierte Gewalt
  • Sport statt Gewalt

Finanzielle Förderung (max. 400,00 € pro Präventionstag)

Zweckbindung

  • Verbrauchsmaterial (max. 150,00 €)
  • Aufwandsentschädigung (5,00 €/Stunde)
  • Büromaterial
  • Versorgung
  • pädagogisches Material
  • Fahrkosten (Positionen 2 -6 jeweils ca. 50,00 €)

Diese Aktivitäten der Präventionsarbeit können alle Altersgruppen einbeziehen. Ein rechtlicher Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Formular zur Antragstellung

Projektantrag-KPR LK LWL-PCH

Sollten Sie Fragen zur Antragstellung haben, melden Sie sich telefonisch oder schreiben Sie eine Mail.

Fördermöglichkeiten für Präventionsprojekte 2018

Wichtiger Hinweis!

Jeder Projektantrag ist beim Kommunalen Präventionsrat bis zum 30.09. eines Jahres für das nachfolgende Haushaltsjahr schriftlich einzureichen.

In Mecklenburg-Vorpommern wird seit 1995 - über den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) - gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit auf Landes- und Kommunalebene organisiert, koordiniert und finanziell gefördert.

Die Fördermittel werden auf der Grundlage der Richtlinie zur Förderung von Projekten der Kriminalitätsvorbeugung beantragt und vergeben. Gefördert werden Projekte zur Kriminalitätsvorbeugung.

Antrag zur Förderung von Projekten der Kriminalitätsvorbeugung

www.kriminalpraevention-mv.de

Zuwendungsempfänger für Präventionsprojekte sind:

  • Städte und Gemeinden
  • freie Träger, Institutionen oder Einzelpersonen, die im Sinne der Kriminalitätsvorbeugung tätig sind

Zuwendungsvoraussetzungen für die Förderung

Der Zuwendungsempfänger muss seinen Sitz und Wirkungskreis im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben. Antragsteller, die bereits Zuwendungen für denselben Zweck bei anderen Stellen des Landes erhalten, können nicht berücksichtigt werden.

Bei Präventionsprojekten im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ist ein fachspezifischer Nachweis über die Qualifikation der Betreuerinnen und Betreuer zu erbringen.

Art, Umfang und Höhe der Zuwendungen

Es handelt sich um eine Fehlbetragsfinanzierung durch den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung. Die Zuwendung wird im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss bewilligt. Die Förderung beträgt bis zu 80 %, der gemäß Richtlinie unter Nummer 5.3 als zuwendungsfähig anerkannten Gesamtausgaben. Dabei soll die Förderung den Betrag von 1.000,00 € grundsätzlich nicht unterschreiten.

Für Honorarleistungen gelten folgende Regelungen:

  • 25,00 EUR pro Stunde für Honorarleistungen mit Nachweis eines Hochschulabschlusses
  • 15,00 EUR pro Stunde für qualifizierte Referenten/Trainer
  •   5,00 EUR für alle anderen Honorarleistungen

Für Referenten/Trainer, die Projekte an Schulen durchführen, ist zusätzlich ein fachspezifischer Nachweis über ihre Qualifikation zu erbringen.

Verwendungsnachweis

Die einfachen Verwendungsnachweise sind durch den Zuwendungsempfänger bis spätestens sechs Monate nach Beendigung der Maßnahme unter Verwendung des entsprechenden Formulars (Verwendungsnachweis) beim 

Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern
Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung M-V
-Geschäftsstelle-
Alexandrinenstraße 1
19055 Schwerin

vorzulegen. Im Verwendungsnachweis sind die einzelnen Einnahmen und Ausgaben in zeitlicher Reihenfolge und voneinander getrennt auszuweisen. Diesem ist ein Sachbericht beizufügen. 

 EUROs für die Prävention

Fachtag 2016

Fachtagung mit großer Resonanz

 „Gewaltfreie Kommunikation“ lautete das Thema der Fachkonferenz am 31.05.2016, zu welcher der Kommunale Präventionsrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozial- sowie Kinder- und Jugendarbeit des Landkreises in das  Solitärgebäude eingeladen hatte. Frau Heidrun Dräger, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und seit vielen Jahren Mitglied des Kommunalen Präventionsrates (KPR) eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Koordinatorin des KPR, Frau Anett Nuklies, gab Erläuterungen zu verschiedenen Möglichkeiten der Förderung von Präventionsprojekten durch den Landesrat für Kriminalprävention sowie den KPR und gab Tipps und Anregungen für die Präventionsarbeit. So findet man beispielsweise evaluierte Präventionsprojekte unter

www.gruene-liste-praevention.de oder www.dpt-map.de im Internet.  Der nächste Programmpunkt war die Vorstellung von Präventionsprojekten der Polizeiinspektion Ludwigslust durch Polizeihauptkommissarin und Präventionsberaterin Frau Kathleen Guder. Frau Guder präsentierte sehr anschaulich die laufenden Projekte an Schulen, in Freizeit- und Jugendeinrichtungen oder auch bei Seniorenveranstaltungen. Neu ins Präventionsprogramm aufgenommen wurde u.a. eine Verkehrsschulung für Neuzugewanderte. Überlegenswert für die Planung/Organisation von Präventionstagen war auch die anschließende Kurzvorstellung des „Ensembles Radiks“ aus Berlin. Verschiedene Stücke sind als mobile Theaterproduktion für Schulen und Jugendeinrichtungen in deren Programm.

Der thematische Schwerpunkt der Konferenz, der Fachvortrag von Herrn Dipl. Päd. Volkmar Suhr, beinhaltete die Komplexe „Lebenswelten“, „Wertschätzendes“, „Gewaltfreies“ und „Interkulturelles“.  Herr Suhr verstand es -  trotz der am Nachmittag merklich angestiegenen Temperaturen im Raum - das Publikum mit seinen Darlegungen zu fesseln.

Auch das Thema Salafismus, als Herausforderung für präventives Handeln, weckte starkes Interesse. Es war ein ausgefüllter Tag, wobei auch die Tagungspausen zu einem angeregten Erfahrungs- und Informationsaustausch genutzt wurden.

Planung, Vorbereitung und Durchführung erfolgte durch das Team des Fachdienstes 16, dem Büro für Chancengleichheit, unter Leitung von Frau Dräger. Gefördert wurde die Fachkonferenz durch den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern, der seit 1994 landesweit Organisationen, Behörden und Einrichtungen bei der Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität auch finanziell unterstützt.

Impressionen vom Fachtag 31.05.2016